Installation: Kaffee, Kuchen und 4 Enzymkapseln
In Zusammenarbeit mit der in Düsseldorf, Berlin und Magdeburg tätigen Künstlerin Ulrike Mann realisieren Jürgen Dohmann und Dagmar Chrobok-Dohmann eine Installation, die sich an der Schnittstelle von persönlicher Erinnerung und kollektiver Erfahrung verortet.
Ausgangspunkt bildet die künstlerische Auseinandersetzung mit Fragmenten der eigenen Familiengeschichte. Diese werden nicht als abgeschlossene Erzählung präsentiert, sondern in einen offenen, räumlichen Zusammenhang überführt, der sich fortwährend verändert. Das Private tritt in einen Dialog mit dem freien Raum und verliert seine materialhafte, aus der Geschichte vertraute Kontur zugunsten eines offenen Geschehens.
Die Installation ist als durchlässiges Gefüge angelegt, das nicht nur betrachtet, sondern betreten und mitgestaltet werden kann. Die aktive Beteiligung des Publikums erweitert die Arbeit um eine performative Dimension. Körperhafte und sinnliche Elemente verdichten sich zu Momenten der Erfahrung zwischen Nähe und Distanz, Präsenz und Auflösung.
Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit dem Zerfall in seiner tiefsten Verbundenheit zum Sein. Transformation erscheint hier nicht als linearer, prozesshafter Übergang, sondern als ein untrennbarer Augenblick von gleichzeitiger Auflösung und Neubildung.
Ulrike Mann
Vita und Arbeitsweise
1968 in Kassel geboren
nach dem Abitur Künstlerische Projekte im Kinderdorf Ben-Shemen, Israel
nach dem Studium der Kunsttherapie in Ottersberg bei Bremen tätig als freischaffende Künstlerin und Kunsttherapeutin in Herdecke, Düsseldorf, Berlin und Magdeburg
Ausstellungen
seit 1995 Ausstellungen in Ottersberg, Herdecke, Herne, Berlin, Düsseldorf, Magdeburg, Tylsen (Altmark) und Helmstedt
seit 2009 Künstlerische Wanderprojekte (Umrundung von Sachsen – Anhalt, Wanderung entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze)
Dagmar Chrobok-Dohmann
Vita
Neben der Architektur arbeitet Dagmar Chrobok-Dohmann an der Schnittstelle von urbaner Praxis, Soziokultur und künstlerischer Projektarbeit.
Geboren 1969 in Bremen, aufgewachsen in Niedersachsen.
2012–2018: Durchführung und Beteiligung an diversen partizipativen Kultur- und Stadtprojekten in Magdeburg, u. a. Filmkunsttage, „Entdeckertage“, „mapping Olvenstedt“, „Architektur macht Schule“ und dem Tag der Städtebauförderung
2018: Auszeichnung beim Schülerwettbewerb „Bauhaus modern“ (Sonderpreis) sowie partizipatives Projekt an der Comeniusschule in Magdeburg.
Seit 2023: Kontinuierliche künstlerische Praxis im Spannungsfeld von öffentlichem Raum, Tanz, Improvisation und bildender Kunst, u. a. im Rahmen von „framing the city“ und „Ver_Orten“ sowie regelmäßige Teilnahme an der KunstTour Caputh mit eigenen Ausstellungen.
2024–2025: Projektleitungen zentraler Kulturformate wie KunstTour Caputh und „Kunstmucker 2.0“ sowie fortlaufende Ausstellungstätigkeit mit fotografischen Arbeiten, Collagen und Zeichnungen.









