ARCHITEKTUR ATELIER

Dagmar Chrobok-Dohmann

geöffnet am 06. | 07.09.

Arbeitsweise

Das kleine Reiseformat

Dagmar Chrobok- Dohmann zeigt eine Reihe von Momentaufnahmen im Reiseformat, die in der dänischen Landschaft entstanden. Die kontraststarke Auslegung der Kohlezeichnungen findet ihren Ursprung in der Betrachtung von Licht und Schatten auf Baumgruppen vor einem weiten Himmelsszenario.

Die Zeichnungen aus dem Spätsommer 2023 verdeutlichen den Durchbruch einer innerlichen empfundenen Ohnmacht gegenüber der äußeren geopolitischen Kriegsphase. In einer Stimmung, in der keine Grauzone erlaubt ist, wird der impulsive Wunsch der Künstlerin zur Konkretheit und Klarheit zum Ausdruck gebracht.

Vita

geboren 1969, aufgewachsen in Osterholz-Scharmbeck, Niedersachsen
1975-1985 Jugend-Tanztheatergruppe Bördestraße, Bremen -Vegesack, erste Umsetzung eigener Choreografie
1989-1991 Tischlerlehre mit Gesellenabschluß zum Möbeltischler, Syke Niedersachsen
1991-1996 Studium der Architektur, Abschluß Diplom Ingenieur, Fachhochschule Hannover
1996-heute selbstständige, freischaffende Architektin und Büroinhaberin; bis 2008 in Berlin, Stationen in Wetzlar und Magdeburg, seit 2020 in Schwielowsee Caputh;

Neben der Architektur wirkt Dagmar Chrobok- Dohmann in kleineren Projektarbeiten der Stadtentwicklung, Architekturvermittlung oder bei künstlerischen Projektarbeiten um dort ihre spontane Kreativität zum Ausdruck zu bringen.
Im Vordergrund ihrer Arbeit steht stets das Thema „Architektur und Ortsbezug“

2012 Kursdurchführung „Architektur sehen und verstehen lernen“ , Erwachsenenbildung Volkshochschule Magdeburg
2012 Mitarbeit Filmkunsttage Magdeburg; Ausstellungskonzept Arbeiten Michael Weidt, Magdeburg
2014 Weiterbildung Geomantie/ Radiästhesie, Abschlussthema: „Kraftort Magdeburg als Gründungsstadt, Ausstrahlung historischer Stätten“, Stadtplan und Stadtführungen
2015 ottokar „Entdeckertage Magdeburg“ , Beteiligungsaktion zum Stadtmodell Magdeburg für Kinder und Familien
2017 „mapping Olvenstedt“ Stadtplan zur Stadterkundung Baugeschichte, Architektur, Kunst, Freizeit in Zusammenarbeit mit Stadtteilmanagement Neu Olvenstedt (IB); Teilnahme Tag der Städtebauförderung 2017
2017 „Architektur macht Schule“ Vermittlungsprojekt Thema Farbe und Umfeld, Wilhelm- Weitling Schule, Neu Olvenstedt Magdeburg
2018 „Bauhaus modern“ Schülerwettbewerb Sonderpreis, Partizipationsprojekt Comeniusschule Förderschule für Lernbehinderte, Neu Olvenstedt Magdeburg
2021 womeninarchitecture WIA festival Berlin, Sichtbarmachen der Werke von Frauen in der Architektur, n-ails e.V. in Zusammenarbeit mit Architektenkammer Berlin
2023 Teilnahme „framing the city“ Tanz und Improvisation mit dem öffentlich-urbanen Raum mit Eva Burghardt, Elma Riza und Susanne Soldan
2023 Teilnahme 16. Kunsttour Caputh
2024 Teilnahme „Ver_Orten“ Tanz und Improvisation im öffentlichen Raum mit Eva Burghardt, Elma Riza und Susanne Soldan


Ulrike Mann

Vita und Arbeitsweise

1968  in Kassel geboren
nach dem Abitur Künstlerische Projekte im Kinderdorf Ben-Shemen, Israel
nach dem Studium der Kunsttherapie in  Ottersberg bei Bremen tätig als freischaffende Künstlerin und  Kunsttherapeutin in Herdecke, Düsseldorf, Berlin und Magdeburg

Ausstellungen

seit 1995 Ausstellungen in Ottersberg, Herdecke, Herne, Berlin, Düsseldorf, Magdeburg, Tylsen (Altmark) und Helmstedt
seit 2009 Künstlerische Wanderprojekte (Umrundung von Sachsen – Anhalt, Wanderung entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze)

Installation: Kaffee, Kuchen und 4 Enzymkapseln

In Zusammenarbeit mit der in Düsseldorf, Berlin und Magdeburg tätigen Künstlerin Ulrike Mann realisieren Jürgen Dohmann und Dagmar Chrobok-Dohmann eine Installation, die sich an der Schnittstelle von persönlicher Erinnerung und kollektiver Erfahrung verortet.

Ausgangspunkt bildet die künstlerische Auseinandersetzung mit Fragmenten der eigenen Familiengeschichte. Diese werden nicht als abgeschlossene Erzählung präsentiert, sondern in einen offenen, räumlichen Zusammenhang überführt, der sich fortwährend verändert. Das Private tritt in einen Dialog mit dem freien Raum und verliert seine materialhafte, aus der Geschichte vertraute Kontur zugunsten eines offenen Geschehens.

Die Installation ist als durchlässiges Gefüge angelegt, das nicht nur betrachtet, sondern betreten und mitgestaltet werden kann. Die aktive Beteiligung des Publikums erweitert die Arbeit um eine performative Dimension. Körperhafte und sinnliche Elemente verdichten sich zu Momenten der Erfahrung zwischen Nähe und Distanz, Präsenz und Auflösung.

Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit dem Zerfall in seiner tiefsten Verbundenheit zum Sein. Transformation erscheint hier nicht als linearer, prozesshafter Übergang, sondern als ein untrennbarer Augenblick von gleichzeitiger Auflösung und Neubildung.