SCHLOSSGALERIE – MELANIE HAAPE

Melanie Haape

„Mit meiner Malerei habe ich den für mich schönsten Weg gefunden, meine Liebe zu meiner Heimat Afrika auszudrücken, welche nach wie vor tief in meinen Herzen eingebrannt ist.“

Vita

Melanie Haape, geboren 1961 in Lusaka, Sambia, lebt und arbeitet mit ihren Mann und vier Kindern seit 1999 in Caputh/Schwielowsee bei Berlin und Potsdam.
Sie studierte politische Wissenschaften an der Universität Witwatersrand, Südafrika. Vor Ihrer Auswanderung nach Deutschland zählte sie zu den führenden Südafrikanischen Wirtschaftsjournalisten, eine Tätigkeit die sie bis in die Gegenwart freiberuflich ausübt.
Als sechzehnjährige begann sie mit ihrer Arbeit als Künstlerin. Ihre ersten Bilder malte sie an einer Staffelei in der Kalahariwüste. Beim nationalen Kunstwettbewerb in der Hauptstadt Botswanas, Gaborone wurden Ihre Kunstwerke mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Seither arbeitet sie fast ausschließlich für private Auftraggeber. Ihre Arbeiten sind im vielen Länder zu sehen z.B. Botswana, Südafrika, Kanada, Australien, und Deutschland.


Eike Rothe

Arbeitsweise

Mein Themenschwerpunkt ist der menschliche Körper. Die Darstellungen erfolgen zumeist in mittelgroßen Formaten oder auch vereinzelt in monumentaler Größe.

Inhaltliche Schwerpunkte meiner Arbeiten sind das Aufzeigen bestimmter Unterschiedlichkeiten wie z.B. Schönheit und Vergänglichkeit, Leichtigkeit und Schwere, Harmonie und Dissonanz, Stärke und Verletzlichkeit.

Ich arbeite vorwiegend mit den Materialen Holz und Bronze. Holz ist ein warmes Naturmaterial, das sich mit Klöpfel und verschiedenen Stech- und Hohlbeiteln wunderbar bearbeiten lässt. Je nach Idee werden diese Stücke auch farblich gefasst. Die ca. 50 cm hohen Bronzefiguren werden zuerst in Ton modelliert, dann in Gips übertragen und aufwendig in der Kunstgießerei mithilfe von angefertigten Negativformen im Wachsausschmelzverfahren mit einer speziellen Bronzelegierung gegossen. Die Ziselierung und Patinierung der jeweiligen Plastiken findet dann abschließend statt.

Vita

1963 in Magdeburg geboren
1980 – 1982 Ausbildung zum Steinmetz für Restaurierungsarbeiten an der Magdeburger Dombauhütte
1983 – 1985 Steinbildhauertätigkeiten am Bischöflichen Bauamt Magdeburg
1991 – 1995 Studium der Geschichte und Sportwissenschaften
1995 – 2008 Tätigkeit als Lehrer
seit 2008 freischaffender Bildhauer und Lehrer
2010 3.Kunstpreis der Hochwassernotgemeinschaft Rhein e.V., Mainz
seit 2013 Mitglied im Künstlerbund Dresden
2011 – 2018 Dozentur im Bereich Bildhauerei an der Sommerakademie Paderborn

Teilnahmen an Wettbewerben, internationalen Bildhauersymposien sowie Einzel – und Gruppenausstellungen z. Bsp. in der Schweiz, Dresden, Berlin, Paderborn, Rheda-Wiedenbrück, Magdeburg, Soest

Lebt und arbeitet in Lübbenau/Spreewald


Siegfried Gwosdz

Vita

Siegfried Gwosdz studierte an der Universität Essen / Folkwangschule Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Illustration.
Er war drei Jahrzehnte selbständig als Grafik-Designer tätig und übernahm zahlreiche Aufträge als freier Art Direktor für Werbeagenturen. Zudem unterrichtete er am Institut für Bildende Kunst und
Kunsttherapie (IBKK) in Bochum, die Fächer, Zeichnen, Typografie, Gestaltungsgrundlagen und Plakatgestaltung.
Seit 2016 konzentriert er sich auf die klassische Drucktechnik des Holzschnitts in all seinen Ausprägungen. Hier entstehen meist mehrfarbige Motive, die er in kleinen Auflagen von Hand druckt.
Er lässt sich durch die Natur, die Wälder und Seen seiner schönen
Region zu gefühlvollen Bildern inspirieren.

Arbeitsweise

Der Holzschnitt ist die älteste Drucktechnik der Welt, die nichts von ihrem Reiz verloren hat. Mit Messern und Hohleisen werden die Partien des Holzes weggeschnitten, die später nicht drucken sollen. So lassen sich kräftige grafische Wirkungen erzielen. Ich verwende meist mehrere Platten (Druckstöcke), die aufeinander abgestimmt– und im Druck mit verschiedenen Farben eingewalzt werden. Mit einer schweren Druckpresse wird von Hand gedruckt.


Thomas Freundner

Arbeitsweise

Eine belebte Kreuzung in der Großstadt oder ein paar Birken im Wald, ein Königsschloss, ein verfallenes Gebäude. „Ich weiß nicht wonach ich suche, bis ich es finde, eine Komposition die mich reizt, die ich einfangen will… wo ich bin oder wo es mich hinzieht – eine Perspektive, ein Moment aus Licht und Farbe, bei Sonne wie im Regen, die Schönheit im Normalen finden, tagtäglich…“

Tagesskizzen macht Thomas Freundner seit 2017. So sind mittlerweile 1.600 Skizzen entstanden, anfangs in Skizzenbüchern (37 Stück!), seit 2021 auf Einzelblättern. Alle Skizzen werden vor Ort gezeichnet, bei Wind und Wetter, die meisten leicht aquarelliert. In der Ausstellung werden weit über 200 gezeichnete Originale zu sehen sein – vom Beginn des Jahres bis Ausstellungsbeginn.

„Bei meinen Aquarellen und Öl-Bildern gehe ich ähnlich vor. Auch hier geht es mir darum, die Stimmung des Lichtes einzufangen, diesen Blick mitzunehmen. Was ich an Formaten noch irgendwie in den Wald schleppen kann, male ich deshalb pleinair.“

Vita

Geboren 1961 in Dülmen Westfalen

1982 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg
Dort beschäftigt er sich zunächst mit Malerei, entdeckt dann aber das Medium Film für sich und macht auch seinen Abschluss im Bereich Film. Es folgt ein Aufbaustudium Filmregie bei Hark Bohm.

Danach freie Arbeiten als Regisseur und häufig auch Drehbuchautor für Serien und mehr als 30 Fernsehspiele, darunter allein 14 Tatorte. Verschiedene Preise unter anderem Grimmepreis.

Neben seiner filmischen Tätigkeit malt und zeichnet Freundner seit Jahren Landschaften und Stadtlandschaften. Seit 2017 betreibt er das Projekt „Tagesskizzen“ (jeden Tag eine Skizze!) bei dem mittlerweile über 1.500 Aquarellskizzen entstanden sind.

2020 Teilnahme an der Eröffnungsausstellung „Traumwelten“ in der Schlossgalerie Haape.


Siegrid Müller-Holtz

Arbeitsweise

Upcycling: Die Wiederverwertung von aussortierten Büchern in der Kunst.
Im Jahr 2009 entdeckte ich das Buch für mich als kompositorisches Mittel, angeregt durch einen einwöchigen Workshop in der Bundesakademie Wolfenbüttel.

In 2021 habe ich mich erneut diesem Thema gewidmet, Ideen entwickelt, experimentiert und umgesetzt, um das Medium Buch künstlerisch neu zu gestalten.
Ausrangierte Bücher sind die Quelle meiner Inspiration, die mich immer wieder anregen, neue künstlerische Möglichkeiten der Verwendung des Mediums Buch in meiner Kunst auszuloten. Das Buch ist nicht mehr Abbildung einer sprachlichen Geschichte, sondern es erschließt sich als haptische Buchcollage oder Skulptur. Entstanden sind vielschichtige, facettenreiche „Sehstücke“, die das erste Mal in der Schlossgalerie von Melanie Haape exklusiv dem Kunstpublikum präsentiert werden.

In dem Triptychon „ Fälle nicht den Baum, der dir Schatten gibt“ 2021, 90 x 90 sind die ursprünglichen Bücher nur noch in ihrer Form existent. Sie werden zu Bildträgern. Die Auswahl der verwendeten Bücher erfolgt nach Beschaffenheit, Größe und Schwere als kompositorisches Mittel. Bildfremde Naturmaterialien, wie Borke, Zweige, gepresste Blätter versetzt mit Zitaten aus dem vorherigen Jahrhundert von Eugen Roth und Khalil Gibran zum Verhältnis von Mensch und Natur, am Beispiel Baum, werden hinein montiert. Sie sind Erkenntnis und Mahnung zugleich in einer sich verändernden Welt. Hier kommt die ökologische Komponente zum Tragen. „Wir haben nicht mehr viel Zeit, neu zu denken und zu handeln, um unseren Planeten zu retten“.