ATELIER PRO ARTE SIEGRID MÜLLER-HOLTZ

Siegrid Müller-Holtz

Die Ateliergalerie Pro Arte Caputh der Malerin Siegrid Müller-Holtz, idyllisch gelegen am Caputher Gemünde, ist für Kunstfreunde ein beliebtes Ausflugsziel. Seit 1996 organisiert die Künstlerin wechselnde Ausstellungen mit geladenen Künstlern aus nah und fern. Besucher wissen die gastfreundliche Atelier-Atmosphäre zu schätzen. Siegrid Müller-Holtz lädt herzlich ein zur 57. Ausstellung in ihrem Hause und freut sich auf „alte“ und „neue“ Gesichter. Herzlich Willkommen !!

Zur 12. Kunsttour hat Siegrid Müller-Holtz die Filmemacherin , Airbrush- und Upcycling Künstlerin Julia Theek aus Potsdam/Lübz eingeladen. Sie ist das erste Mal bei der Kunsttour dabei. Es sind außergewöhnliche Bilder und Objekte, die die Künstlerin speziell für diese Ausstellung geschaffen hat. Lassen Sie sich überraschen.

Vernissage „Upcycling“ – Die Wiederverwertung in der Kunst

SAMSTAG den 24. August 2019 um 15.00 Uhr

Siegrid Müller-Holtz – Materialbilder, Textcollagen, Buchfragmente, Garteninstallation
Julia Theek – Upcycling , Stuhlobjekte , Skulpturen, Airbrushbilder

Zusätzliche Öffnungszeiten zur Tour
Montag 26. August bis Freitag 30. Aug. 2019 von 13.00 bis 18.00 Uhr

Arbeitsweise

Neu 2019: Buchfragmente -Textcollagen Serie in 30×30 auf Leinwand 2019
Unter Verwendung von alten Büchern, Buchdeckeln und Buchrücken entstanden in den letzten Monaten Collagen, in die die Künstlerin Zitate von Th. Fontane mal auszugsweise mal voll zitiert, integriert.

Neu 2019: Objektkästen Naturales , bedruckte Folie mit Landschaftsausschnitten, 2019
In Objektkästen implantierte alte Landkarten aus der Region Gemeinde Schwielowsee mit den Ortsteilen Caputh und Ferch setzen Akzente. Gefundenen vertrockneten Naturmaterialien setzen ökologische Signale. Die Veränderungen des Weltklimas sind heute mehr denn je zu spüren.

Neu 2019: Mit Kleinplastiken, Figuren aus Pappmaschee ,2019 ummantelt mit Landkartenausschnitten mit den Titeln „ Familienausflug“, „Geführte Wanderung“,“ Über Stock und über Stein“ begibt sich der Betrachter auf Spurensuche nach Fontanes Beschreibungen durch die Mark, ein Wander-Reiseführer der heute noch genauso aktuell ist, wie damals.

Neu 2019: Garteninstallation Wander- Spazierstöcke
28 alte Wander – Spazierstöcken. Im Garten platziert symbolisieren die Wanderstöcke Weggefährten.
Sie stützen, entlasten und sind individuelle Wegbegleiter, aufgeladen mit persönlichen Geschichten, markiert durch Macken, Kerben, abblätternder Lasur. Abzeichen erinnern an erwanderte Strecken.

Neu 2019: Bambusstelen 80 cm bis 2 m
Bambusstelen in unterschiedlichen Längen verwandeln sich, ummantelt mit unterschiedlichen Papieren zu Wegweiser, Wegmarkierungen und setzen Zeichen in der Landschaft. Integrierte Solarleuchten setzen zur Nachtzeit Akzente im Garten und geben Orientierung

Vita

geb. 1948 in Stralsund, studierte Kunst und Pädagik in Münstler; freischaffende Künstlerin seit 1989. Die Malerin und Upcycling Künstlerin hat neben ihrem Atelier Pro Arte in Caputh, ein zweites Atelier in Berlin-Zehlendorf im Künstlerhaus 19 e.V. Wasgenstr./Potsdamer Str. in einem Gebäude des Denkmal geschützten Studentenheimes Schlachtensee.

Siegrid Müller-Holtz nahm an zahlreichen Ausstellungen und Projekten im In- und Ausland teil.
Auswahl: Jerevan, Sao Paulo, Ile de la Reunion im Indischen Ozean, Paris, Barcelona, Shanghai, Bali, Südkorea und China an mehreren Orten, Mexiko, Dakar Senegal, Lanzarote, Serbien, und war VOR ORT.
2018 : Gemeinschaftsausstellung in Sofia, Bulgarien sowie in N`Gaparou, Senegal

Ihre Arbeiten befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen:
Museum Checkpoint Charly, Berlin – Berliner Zeitung, Berlin – Botschaft der arabischen Republik Ägypten, Berlin
Nationalgalerie Yerevan, Armenien – Berliner Volksbank, Berlin und Oranienburg – Artothek der Staatsbibliothek, Berlin
Artothek Berlin-Hohenschönhausen – Artothek Stadtbibliothek Potsdam -Rathaus der Gemeinde Schwielowsee
Kirchengemeinde Caputh – 8 Skulpturen aus Holz- Blei- Stein, Kritikerpreis der Berliner Zeitung 1992
Bücherei Kleinmachnow – Galerie Artitude, Paris – Foundation Amateras, Sofia , Bulgarien


Julia Theek

Vita

Julia Theek wurde 1966 in Potsdam geboren. 1988 bis 1995 studierte sie Ästhetik, Kunst und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universitä tzu Berlin.

1988 stellte sie Computergraphiken, 1990 Assemblagen und 1992 eine Multimedia-Installation in der berühmten „37 Räume“Ausstellung in der Berliner Auguststraße aus.

1993 nahm sie an einem Seminar über Filmproduktion an der University of Southern California teil, dann folgten Musikvideos und Kunstdokumentationen von mittelalterlicher Straßenmusik bis hin zu Pop und russischer Volksmusik des Musikkorps der sowjetischen Armee.
In den späten 90ern rückte sie mit den Dokumentarfilmen „The ungesehen Warhol“ und „New York Meet“ den Fokus ihrer Arbeit wieder auf die Kunst zurück,

2002 folgte ein Zyklus von Acrylgemälden mit Palästen und Ruinen für „European – Visual Storm II“ , eine Videoinstallation. Zurückkehrend zur Malerei entwickelte sie ihre eigene Airbrush-Technik, die die handwerkliche Kompetenz des Motorraddesigns in den Hinterhöfen Berlins in den Galeriekontext holt.

1999 – 2009 leitete sie die Potsdamer Schlössernacht für die „Stiftung Preußische Schlösser und Gärten“ im Park von Sanssouci. Auch infolge dessen sind ihre Gemälde reich an Kontext preußischer Kulturgeschichte. Die damalige Kulturministerin Johanna Wanka beschrieb sie in einer Ausstellungseröffnung 2008 „ intellektuell herausfordernd und berührend schön zugleich“.

Wolfram Weimer schrieb 2017 im „The European“ zur Ausstellung Gated Communities, aus der 11 Bilder hier zu sehen sind: „Die Künstlerin Theek spaziert mit ihren Bildern leichtfedernd durch die widersprüchlichen Pfade der Erkenntnis. Und sie findet einen ästhetischen Weg durch den neuen Dschungel der Zäune. …
Theek ist eine Grenzgängerin aus der Grenzstadt Potsdam, eine Vertreterin der Generation Mauerfall, die Ideen und Formen so herrlich frei miteinander kombiniert wie dies nur von Menschen gewagt wird, die Unfreiheit wirklich kennen. Und sie ist eine Grenzgängerin der malerischen Formen. Ihr von der Street Art beeinflusstes Werk umfasst neben Malerei auch Plastik, Fotografie, Filme und Multimedia. Die Eigenheit der Arbeiten besteht in der Interpretation tradierter Motive, gerne aus dem alten Preußen mit ästhetischen Erfahrungen der Apple-Generation.“ Julia Theek ist bekannt für die Verarbeitung klassischer Motive mit neuen Techniken zur Wiederverwertung und leistet damit einen Beitrag zur Wiederverwertung und Nachhaltigkeit in der Kunst.

Arbeitsweise

Bevorzugte Arbeitstechniken Upcycling und Aisbrush

Das betrifft auch die künstlerische Produktion. Upcycling ist der neue globale Name für Assemblage oder Marriage. Dabei geht es um die Verwendung schon vorhandenen Materials , das einerseits wie bei Ada den Ausdruck und die Botschaft des Werkes unterstützen, bei einer Reihe von 7 Stühlen wird die Tradition des Möbels selbst in den Vordergrund gestellt.

Ausstellung von airbrush und upcycling zur 12. Kunsttour im Atelier Pro Arte Siegrid Müller-Holtz

„sapere aude“ Hinterglasporträt Kants vor einer Sammlung von Wachssiegeln und Korallenfund
Julia Theek, gebürtige Künstlerin, hat bei ihrem Grossvater, dem Maler Paul August, Die klassischen Kunsttechniken erlernt, An der Humboldt Universität Semiotik studiert und in Berlin Neukölln Airbrush gelernt. Klassische Motive treffen auf Techniken der streetart. Beim upcycling geht es um die Nutzung von Artefakten und zur Entsorgung bestimmten Materials für die Kunstproduktion, u.a. zeigt Theek eine Autobiografie in 7 Stühlen.

Ein Biedermeier-Tischchen, dessen Furnier so aufgeworfen war, dass sich die Restaurierung nicht mehr lohnte, wurde upgecycelt. Anstelle der fehlenden Intarsien stecken Stücke von CDs , ein Display kommentiert „Disruption“. Denn dies ist die Bezeichnung für den Übergang von der Manufaktur zur Wissensgesellschaft, auch wenn dabei viele handwerkliche Traditionen verloren gehen.

Die beiden Glasvasen wurden mit Ansichten des Pomonatempels von Schinkel und seines Vorbildes, den Erechteon in Athen besprüht .Im Vordergrund eine der berühmten griechischen Koren, und eine Pomona, Göttin des Obstanbaus. Durch die Lackierung wurden die beiden Pressgläser vor dem Glascontainer bewahrt.