Studium der japanischen Sprache,
nebenberufliche Beschäftigung mit der Malerei,
Unterricht bei verschiedenen Künstlern
1986 - 92
Stipendiat der Vereinigung der Mund- und Fußmalenden
Künstler in aller Welt e.V. (VDMFK)
1988 / 89
Dokumentarfilm „Den Wind auf der Haut spüren“ unter der Regie von Gitta Nickel
seit 1990
freischaffender Künstler
1992
Autobiographie „Die Kraft in mir“ - erschienen im Aufbau Taschenbuch Verlag
seit 1995
Mitglied der VDMFK
1997
Umzug von Babelsberg nach Caputh
2000
Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
2008
Überarbeitete Neuauflage „Die Kraft in mir“ - erhältlich beim MFK Verlag GmbH Stuttgart Einzelausstellungen u.a. in Chemnitz, Essen, Bonn, Burg Schönfels, Schloss1 Augustusburg, Hamburg, Cottbus, Potsdam, Berlin, Dresden und Merseburg Gemeinschaftsausstellungen u.a. in Berlin, Potsdam, Wien, Sydney, Lissabon, Shanghai, Budapest und Prag
Mein Inneres ist von Bedeutung bei dem schöpferischen Prozess. Meine Freude, meine Kraft, meine Wut, meine Verzweiflung, meine Hoffnung …
- das alles lässt eigene Bilder entstehen. Damit ist das Malen für mich ein glückseliges Ereignis.
Ich kann abtauchen in eine ganz eigene Welt aus Farbe, Licht und Form, wo ich mich völlig frei fühle.
Die Intuition übernimmt die Regie und ich lasse mich treiben. Nicht meine Gedanken sind wichtig, sondern eher das, was ich empfinde.
Es ist ein ständiger Austausch zwischen dem Bewussten und dem Unterbewussten.
So stellt ein roter Berg die Quelle meiner Kraft dar, eine schwarze Katze ist das Zeichen meiner Neugier und der grüne Fluss könnte aus
meiner Sehnsucht entsprungen sein. Ich wandere durch meine Bilderwelt und lasse entstehen und vergehen. Ich lebe mich aus und bin lebendig.
Kein Nachdenken mehr darüber, welche Farbe ich jetzt nehme, kein zweifelhaftes Suchen nach der geeigneten Form. Es geht von ganz allein.
Es ist kein Suchen mehr, es ist nur noch ein Finden. Das stellt meinen Idealzustand des Schöpfens dar,
der nicht immer gelingt und zeitweise verloren geht. Dann heißt es, geduldig sein, immer wieder üben - malen, malen, malen bis es wieder
kommt dieses Glück.
Karl Menzen ist ein in Stahl arbeitender Künstler, bei dem das Material seine natürliche Schwere und Härte verliert. Der rationale Ursprung der Skulptur und das Konstruktivistische des künstlerischen Verfahrens nehmen nicht selten ausgesprochen spielerische Züge an. Es handelt sich um einen skulpturalen Konstruktivismus, der in der Regel ohne die Schärfe des rechten Winkels und die Strenge geometrisch exakter Formen auskommt. Kein Detail und erst recht kein schmückendes oder verzierendes Element lenkt bei Menzen vom Wesentlichen ab. Alles ist einfache und klare Form. Reduktion heißt eines der obersten Gesetze. Das Auge wird gefesselt durch die nach innen verlegte, das Volumen selbst erfassende, dynamisierende Spannung. So wächst Versus (1993) vor einer Hausfassade auf dem Kurfürstendamm sockellos aus dem Boden und dreht sich im Wechsel von Bewegung und Gegenbewegung spiralförmig bis in eine Höhe von vier Metern, wo die Plastik keineswegs endet. Es gehört zu ihrer Eigendynamik, daß sie sich in der Vorstellung des Betrachters als unendliches Kontinuum fortsetzt.
Bewegung, innere wie äußere, ist ein Hauptmerkmal von Menzens Kunst, die ihre Wurzeln nicht nur im Konstruktivismus, sondern auch im Futurismus hat. Nichts ruht oder lagert, alles entsteht, setzt an, hebt ab. Viele Werke Menzens, nicht allein Tanz-Solo (1993), haben etwas geradezu Tänzerisches. Von einer schmalen Auflage, der Spitze oder Kante eines Stahlstücks, drehen, winden oder schrauben sie sich, meist eine Diagonale bildend, in die Höhe. Der Atelierhof, der sie als Gruppe versammelt, wird zum Ballettsaal. Jede Plastik vollzieht ihre eigenen Drehungen, Wendungen, Biegungen und Streckungen. Und noch etwas ist charakteristisch: Bewegung offenbart sich bei Menzen als gesammelte Kraft, die voller Energie und Spannung ist und in der alles nach Entladung drängt: In Stauchung-Harmonisch (1988) führt eine gewaltsame Einwirkung zu einer Einbuchtung auf der einen Seite und einer Ausbuchtung auf der anderen, in Prismatische Verschiebung II (1994/97) wird mittels Spaltung und Verschiebung der blockhaft geschlossene Körper aufgebrochen, und es entsteht eine keilförmige, sich auf der einen Seite nach unten und auf der anderen nach oben verjüngende Öffnung, die den Eindruck von Verletzung und Zerstörung vermittelt.
Vita
1950 geboren in Heppingen, Rheinland-Pfalz.
Studium der Werkstoffwissenschaften an der
Technischen Universität Berlin (Dip.-Ing).
Ausbildung bei dem Bildhauer Volkmar Haase.
Seit 1986 freischaffend in Berlin. Seit 1987 Ausstellungen sowie Teilnahme
an Wettbewerben und Symposien.
Seit 1992, wo ich meine Ausbildung zum Metallgestalter begonnen habe, beschäftige ich mich mit der Umformung von glühendem Eisen zu Gegenständen und Objekten. Zunächst waren es eher praktische Gebrauchsgegenstände und Werkzeuge. Man braucht schließlich etwas zum Arbeiten....
Seit 1996 gestalte ich Skulpturen. Dabei nutze ich alte Schmiedetechniken mit Feuer, Hammer und Amboss nebst gängigen neueren Verfahren wie Schweißen, Schleifen, Brennschneiden, etc.
Es ist immer wieder eine schöne Herausforderung mit einfachen technischen Mitteln klare schöne Dinge zu erschaffen, dabei will ich authentisch arbeiten, ohne das Eisen zu bezwingen. Ich versuche möglichst viel Lebendigkeit in das Material zu bringen, ich denke, dass man es meinen Eisengeschöpfen ansieht. Irgendwie haben die Tiere und Wesen etwas von mir.
Meine Skulpturen sind häufig freundliche Wesen, die positive Stimmung auslösen können. Sie sollen aber auch zum Nachdenken und Assoziieren anregen. Es gibt Arbeiten von mir, wo ich Stellung beziehe, wie z. B. bei dem Ruderboot mit neun Steuermännern und zwei Ruderern (ausgestellt auf der Kunsttour 2007).
Seit 1998 arbeite ich in der Alten Dorfschmiede Blankenfelde, die ich zu meinem Atelier eingerichtet habe. Inzwischen ließen sich auch schon einige junge Menschen von meinem Faible für Metallgestaltung infizieren, nachdem ich ihnen gezeigt habe, wie Eisen bearbeitet werden kann, sind einige nicht mehr zu bremsen.
Vita
1992-1994 Zweite Berufsausbildung zum Metallbauer/Metallgestalter/Kunstschmied seit 1997 Einrichtung der Alten Dorfschmiede Blankenfelde bei Berlin zu einem musealen Künstleratelier 04/1999 Volontär in der Kibbutzschmiede von Uri Hofi in Israel 06/2001 Gestaltung des Mahnmales "Lebens-Mut" für Noel Martin, Opfer eines Anschlages, in Mahlow (bei Berlin) 05/2005 Projekt "Angerkuh" Gestaltung einer Kuh für den Dorfanger in Blankenfelde 06/2007 Erweiterung Mahnmal ab 09/2005 Schülerprojekt "Feuerteufel" - kreatives Schmieden mit Schülern der Herbert-Tschäpe-Oberschule, Mahlow 06/2007 Gestaltung einer Skulptur ("Metamorphose") für einen Wohnpark der WOBAB (Wohnungsbaugesellschaft Blankenfelde)
Ausstellungen
Seit 1996 Ausstellungen auf Burg Helfstyn (Tschechien)
Einzelausstellungen in Berlin, Blankenfelde und Blankensee (Teltow-Fläming) sowie Buckow (Märkische Schweiz)
Beteiligung an den Ausstellungen "Tiere" im Schloß Husum und Berliner Zoo
Gemeinschaftsausstellung "Urformen - Naturformen" im Stadtmuseum Bad Ems (Lahn)
Gemeinschaftsausstellung "Zwischen Himmel und Erde" im Schweriner Dom
Teilnahme am Kunstkreuz, Berlin-Friedrichshain und Kunstfenster Berlin-Tempelhof
Teilnahme an der Kunsttour Caputh (Gemeinde Schwielowsee, Potsdam Mittelmark)