|
Position: |
|
Kunstremise am Schloss
Melanie Haape
Krughof 38
14548 Schwielowsee OT Caputh
Kontakt
Alexandra Weidmann
Friedbergstraße 3
14057 Berlin
Tel.: (030) 324 85 14
Werkstatt:
Dorfstraße 49
16835 Banzendorf
Tel.: (033933) 70903
|
Meine Motivation, künstlerisch zu arbeiten, liegt zum einem in der Suche nach einem Zustand der Selbstvergessenheit bei gleichzeitigem in sich selbst Ruhen und zum anderen an meinem Bestreben sehr gute Kunst herzustellen. Thematisch interessiert mich auf der abstraktesten Ebene vorrangig die Illusion von Bewegung und von Raum. Die erste versuche ich zu erzeugen durch Spannung mittels eines labilen Gleichgewichtes, die zweite durch die Darstellung von Nähe und Weite. Konkret beschäftige ich mich mit Menschen, Tieren und Landschaften.
Ich arbeite im Bereich der Malerei und Bildhauerei. Wie aus meinem Lebenslauf ersichtlich ist, habe ich keine akademische künstlerische Ausbildung. Mein Studium der Informatik, das mit Malerei bzw. Bildhauerei weitestgehend nichts zu tun hat, gab mir dennoch wichtige Anregungen. In beiden Bereichen geht es um Problemlösung mit Hilfe von Abstraktion, wobei Codierungssysteme entworfen und angewendet werden. Als Ingenieur lernt man unter anderem Disziplin und die Fertigkeit, technische Probleme zu lösen, entweder durch das Anwenden bereits bekannter oder durch Erfinden neuen Methoden. Beides war sehr wichtig für mich beim Erlernen künstlerischer Techniken und beim Lösen ästhetischer Probleme.
In letzter Zeit male ich vor allem Tiere und Landschaften. Dennoch sind Menschen ein immer wiederkehrendes Thema, das zwischen 1984 und 87 sehr wichtig war, seitdem aber eher sporadisch auftritt. Im Laufe der Jahre bin ich vom Arbeiten auf Papier mit Acryl oder gar Wandfarbe zum Malen auf Leinwand mit Ölfarbe übergegangen. Ich grundiere die Leinwand mit einem Halbkreidegrund, damit durch das Leuchten der Farben der Eindruck entsteht, das Licht leuchtete aus dem Bild. Für meine Figuren benutze ich Ton. Als Vorlagen verwende ich eigene und fremde Photos. Zum Skizzieren gehe ich häufig in den Zoo. Tiere interessieren mich allgemein aufgrund ihres unterschiedlichen, an ihren jeweiligen Lebensraum angepaßten Körperbaus. So beeindrucken mich Seehunde oder Nilpferde wegen ihrer scheinbaren Plumpheit an Land und der Eleganz ihrer Bewegungen im Wasser. Bei Kühen oder Pferden ist es der Gegensatz eines mächtigen Leibes zu verhältnismäßig dünnen Beinen. Landschaften wer-den interessant aus dem Gegensatz zwischen unbeweglichem Inventar und flüchtigen Wol-kengebilden.
Obwohl ich abstrakte Ziele mit meiner Kunst verfolge und selbst einige Zeit abstrakte Bilder hergestellt habe, bin ich doch – soweit es die Fortentwicklung meine eigene Malerei angeht – nicht überzeugt von der reinen abstakten Malerei. Mir erscheint es wichtiger, ein Bild aus mehreren Abstraktionsebenen aufzubauen, angefangen vom ästhetischen Reiz einer Berüh-rungslinie zweier Farbflächen bis hin zu inhaltlichen Fragen, z.B. was die dargestellte Kuh zur Vorstellung von Kühen beitragen kann.
Vita
Alexandra Weidmann, 1962 geboren in Augsburg
1983 Abitur in Augsburg (Kunst als Leistungskurs)
1983 Mai bis November Arbeit als Bürokraft in der Zeichnungsverwaltung von KUKA, Augsburg
Herbst 1984 Aufnahme des Informatikstudiums an der TU Berlin
1987 - 1989 Privater Zeichenunterricht bei Ute Pleuger, jetzt Professorin für Malerei
auf Burg Griebichenstein in Halle an der Saale
1989 - 1990 Privatunterricht bei Keramikmeisterin Anne Menzel-Marx, u. a.
Werkstattleiterin für Keramik an der Akademie in Stuttgart
1991 Gasthörerin der Radierwerkstätte der HdK, jetzt UdK Berlin
1992 Diplom in Informatik
1992 - 1993 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Berlin
1993 - 1998 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der FU Berlin
Mai 1998 Aufbau einer eigenen Werkstatt und eines Ateliers,
Beginn als freischaffende Künstlerin
Sommer 2000 Ausstellung in der Banzendorfer Kulturscheune vom 10. 6. bis 15. 7. 2000
seit Herbst 2000 Vertreten durch Galerie Fahlbusch Ludwigshafen/Mannheim
Sommer 2002 Ausstellung in der Galerie Fahlbusch, Ludwigshafen/Mannheim zusammen mit Rolf Cavael und Tim Scott vom 23. 8. bis 30. 9. 2002
Herbst 2005 Ausstellung in der Galerie Kunst im U, München vom 6. 10. bis 4. 11. 2005 (www.kunst-im-u.de )
Sommer 2006 Beginn eines Buchprojektes: Illustration von Gedichten der Schriftstel-lerin Karin Reschke
Herbst 2006 Zulassung zum Wettbewerb um den 6. Saarpfälzischer Kunstpreis
Sommer 2007 Ausstellungsbeteiligung in der Galerie Noah, Augsburg (www.galerienoah.com )
ab August 2007 Stipendium für einen zweimonatigen Arbeitsaufenthalt und einmonatige Ausstellung im Künstlerbahnhof Ebernburg bei Bad Münster (http://cms.milder-westen.de/we_museen/museum-kuenstlerbahnhof.php4 )
Wichtige Reisen
1976 Radtour von Arezzo über Cortona, Perugia, Assisi, Orivieto, Siena nach Florenz; erstes Kennenlernen der italienischen Gotik und Renesauce
1984 Januar bis Oktober Reisen durch Europa, überwiegend Italien, Frank-reich und die Niederlande; intensives Studium von Architektur und Kunst der jeweiligen Länder
1988 Dreimonatiger Aufenthalt in Kalifornien und Arizona, USA, u.a. Land-schaftsstudien
1991 Erste Chinareise, Shanghai, Nanjing, Peking
1996 sechswöchiger Aufenthalt in Java, Indonesien; u.a. Besuch des Tempel Burubudurs
1997 Reise von Berlin mit der Transsibirischen Eisenbahn über Moskau und Ulan Bator nach Shanghai; Weiterreise nach Xian, vor allem wegen der Tonfiguren der Tang-Dynastie
1998 Einmonatige Reise in Nordindien, vorwiegend Ratschastan
2000 3. Chinareise, Shanghai und „Umgebung“
2001 Neuseeland, Korea
2004 4. Chinareise und Japan
2005 Iran, Teheran und Shiraz
2006/2007 viermonatiger Arbeitsaufenthalt in Argentinien
(Stand: 24. 4. 2007)
|